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Im Verbote sitzt ein Bote. Der Bote hat einen Auftrag der da lautet: verbieten. Im Verbieten ist das Bieten. Der Bote bietet das Verbot an, damit wir freier werden. Die Absicht hinter dem Verbot ist die totale Gefangenschaft und damit die absolute Kontrolle.

Zu allen Zeiten haben Obrigkeiten versucht, den Menschen ihre Mündigkeit abzusprechen. Tatsächlich, so scheint es immer wieder, ist das Wunder Mensch nicht fähig,

sein eigenes Wunder zu leben. Was gelebt wird, ist oftmals ein Albtraum, der mehr an eine Strafe erinnert.

Im Grunde genommen ist der Mensch in jeder Sekunde dem Tod geweiht, wenn nicht ein gigantisches Arsenal von intelligenten Zyklen alles managen würde. Dieser Umstand ist beängstigend, wenn man sich seiner Grössenordung bewusst wird und zeigt die unbeschreibliche Kraft, die in jedem Menschen steckt. Was den Menschen zusammenhält, sind unzählige Entscheidungen, die fortlaufend und ohne Ruhepause ein Leben lang im Menschen getroffen werden. Für was soll so ein Aufwand betrieben werden, wenn nicht für etwas, das eine hohe Bedeutung haben muss, wenn nicht die höchste überhaupt. Kein Rechner wird ohne Interesse gebaut und keine Zelle entscheidet einfach so vor sich hin.
Der Überbau Mensch ist ein Konstrukt von solchem Ausmass, dass ein reges Interesse dahinter stehen muss, wie auch immer sich dieses Interesse definieren mag.

Es geschieht nichts einfach so. Allem voran geht immer eine Entscheidung. Wenn ihr Wille entschieden hat, dann wurde das bereits entschieden. Denn der Wille selbst hängt an einer Vielzahl von Entscheidungen, wie ein Kind an der Brust. Ein bewusstes Handeln ist an einen regen Zellbetrieb geknüpft, der für die nötigen Kontakte besorgt ist, um überhaupt denken zu können. Der Geist, ein Denken über dem Denken, entscheidet über das Entscheiden.
Habe ich Durst, muss mir dieser Durst erst bewusst werden, vorher werde ich nicht veranlasst sein zu trinken. Was aber weiss, wann es Zeit ist, Durst zu bekommen. Das sind unzählige Späher, die an jedem Ort im Körper vertreten sind. Vielleicht ist das Herz durstig, vielleicht aber auch der Kopf, oder auch die Leber. Vielleicht ist es auch nur ein kleineres Zellarsenal, das seine Arbeiten nicht mehr richtig ausführen kann. Durst ist dann angesagt, wenn das kleinste Glied im Körper Durst hat. Wenn in einer Belegschaft einer umfällt, dann wird gehandelt. Diese Mündigkeit, zu wissen, wie, wann und wo Handlungsbedarf ansteht, ist in Kleinstlebewesen und damit auch in jeder Körperzelle bis in Detail ausgereift. Natürlich gibt es auch Zellen, die eigennützig zu handeln beginnen und das Gesamtinteresse des Körpers aus den Augen verlieren. Auch in diesem Fall gibt es Programme, die den eigenen Zelltod herbeiführen. Das alles passiert ohne eine verstandesbezogene Führung elitärer Menschen. Wenn nun auf kleinster Ebene, Entscheidungen zum Wohle einer Billionennation getroffen werden können, umso mehr muss etwas über dem Körperuniversum stehen, das Prozesse beobachtet und überall zu jederzeit einschreitet wo es nötig ist. Diese Freiheit, sich auf den Prozessor Mensch verlassen zu können, egal was passiert, kann und will nicht von der Obrigkeit geduldet werden. Zum einen, weil das Nutztier Mensch dann nicht mehr zielorientiert Leistungen vollbringt und zum anderen, weil sie eine eigene Gefahr für sich selbst sehen, wenn der ungebildete Mensch sich selbst überlassen wird.

Du meinst, dass wenn Du das machen kannst, was Du willst, dass Du dann frei bist. Dafür würdest Du alles tun. Damit aber betrittst Du nur ein weiteres Gefängnis, das noch entfernter ist von dem, was Du Freiheit nennst.

Es gibt nur eine Freiheit. Aber die liegt verborgen vor den Menschen. Nur wer den wahren Preis dafür bezahlt, ist befugt, diese auch zu erhalten. Ein freies Land, gibt es auf dieser Welt nicht, aber einen freien Geist. Das ist das, wovon Jesus Christus gesprochen hat. Freiheit hat einen Preis. Einen sehr hohen Preis, der sich Vertrauen nennt. Viele haben diesen Weg schon beschritten, sind aber dennoch gefangen, weil sie nicht vertrauen können.

Vertrauen wird fälschlicherweise als etwas ungenaues, unwissentliches, ja sogar als schwächlich bezeichnet. Denn nur der, der nicht weiss, muss vertrauen. Aber der, der weiss,
braucht kein Vertrauen, denn er kann die Dinge mit sehr hoher Treffsicherheit einschätzen.
Wer das Wetter nur vom Boden aus betrachtet, der wird keine gute Prognose erstellen können. Er muss das Wetter so nehmen, wie es kommt und kann nicht auf plötzliche Sturmereignisse reagieren. So gesehen schützt Wissen und Nichtwissen ist gefährlich.
Genau aus diesem Grund werden Verbote von Wissenden erlassen, damit Unwissende keinen Schaden nehmen. Würde man meinen. Wenn es denn so wäre, wäre das ein brüderlicher Akt der Nächstenliebe. Doch nur in den wenigsten Fällen werden mit solchen Absichten Verbote erhoben. In der Realität geht es nur um Kontrolle, Macht und Geld. Das Individuum Mensch dient nur als Mittel zum Zweck.

Die Obrigkeit kennt das Potenzial des Menschen und fürchtet sich davor so sehr, dass sie alles unternehmen wird, die Individualität des Menschen so zu untergraben, bis sie einstürzt. Ein Sklave muss nicht denken, sondern arbeiten. Das war immer das Ziel und mit diesem menschenverachtenden Denken wurde seit je her operiert. Der Mensch ist die Kuh und der Bauer die Obrigkeit. Der Kuh wird ein möglichst angenehmes Umfeld geschaffen, so dass sie meint, der Bauer meint es gut mit mir. Der Bauer aber möchte die Milch und das Fleisch und er hat schnell gelernt, dass nur eine gute Umgebung gute Erträge bringt. Die Kuh ist zu blind, um zu erkennen, dass ihr grosszügiger Herr sie aussaugt, wie eine Spinne ihre eingewickelte Beute.

Wenn wohlige Glockenklänge von den Kirchen erklingen, dann soll das uns immer daran erinnern, dass die grössten Verbote von der Kirche selbst verhängt wurden mit dem Ziel als Bauer zu fungieren, um von den dummen Kälbern und Lämmern das Fett abzukriegen. Aus diesem Grund wurde die Bibel viele Jahrhunderte verboten, damit kein Freigeist die Wahrheit daraus erkennen konnte. Prophylaktisch wurde schon früh vorgesorgt und die Schrift mit Texten vergiftet, die dem Menschen das Fürchten lehrten.

Zu allen Zeiten wurde alles verboten, was dem Menschen aus seinem Tiefschlaf aufwecken hätte können. So wurden z.B. bei sämtlichen Bewusstseins erweiternden Substanzen grosse Strafen verhängt. Die Angst war so gross, dass der Hanfanbau Mitte der dreissiger Jahre in den USA rigoros verboten wurde, obwohl jahrhunderte vorher alles Mögliche aus Hanf hergestellt wurde, wie Schuhe, Kleider, Stoffe, Stricke, Segel, Lacke, Öle, Brennstoff, Baumaterial, Medizin, usw. Hanf war so ein wichtiger Rohstoff, dass man mit ihm seine Steuern zahlen konnte. Und plötzlich wird aus Hanf Marihuana, eine Droge, die vorwiegend von der schwarzen Gesellschaft konsumiert wurde. Solche Arten von eigenwilligen Verboten müssten eigentlich jeden hellhörig machen.

Eine Gesellschaft ohne Verbote ist kaum vorstellbar, weil die Angst vor den möglichen freiheitlichen Konsequenzen einfach zu gross ist. Und mit Bestimmtheit würde das gut gepflegte System in sich zusammenbrechen. Dann aber könnte daraus etwas Neues entstehen, das jenseits unserer Vorstellungen von Freiheit ist.

 

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